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Der Hochwald (tschech. Hvozd) ist mit 749,5 m ü. Meeresspiegel einer der höchsten Berge im  Zittauer Gebirge.Er befindet sich direkt an der deutsch-tschechischen Grenze. Sein Aufstieg ist vom Oberlausitzhaus ca.: 15 min entfernt. Im Prinzip ist es ein Berg mit zwei Kuppen einen Nordgipfel und einen Südgipfel. Durchaus hat dieser Berg auch einen Insider Namen: Der Aussichtsturm des Zittauer Gebirges. Der Aufstieg zum Hochwald kann eine kleine Herausforderung sein und macht mit dem Ziel des Gipfelkreuzes tatsächlich auch Spaß.

 

Legenden und Sagen der Oberlausitz und des Zittauer Gebirges zum Thema Hochwald

Das Bergmännlein auf dem Hochwald

Auf dem Hochwald, einem Berg im Zittauer Gebirge, ließ sich zuweilen ein aschfarbenes Bergmännlein blicken. Es muss die Schätze bewachen, die die Venetianer oder Walen vor langer Zeit hier verborgen hatten. Besonders oft wurde es am Heiligen Abend, zu Ostern, Johanni und Michaelis gesehen.

Ein frommer Mann aus Olbersdorf traf es einst in der Michaelisnacht. Es führte ihn kreuz und quer durch den Wald. An einem kleinem Hügel berührte es mit einem Stab den Boden und hielt ihn dann in alle Himmelsrichtungen. Da tat sich der Hügel auf. Wie aus einem Springbrunnen sprudelten Gold, Silber und Edelsteine hervor. Das Männlein ließ den Mann zugreifen. Einige Handvoll steckte er in seine Manteltaschen.

Zum Abschied gab ihm der Zwerg ein Kräuterbüchlein, mit dessen Hilfe der Olbersdorfer ein heilkundiger Mann wurde. Als er Ende des 17. Jahrhunderts starb, vermachte er sein ganzes Eigentum der Kirche und frommen Stiftungen. Jenes Bergmännlein aber soll der Geist eines Mannes sein, der im Mittelalter nahe der böhmischen Grenze als frommer und beliebter Wunderdoktor tätig war. Gottlose Menschen hatten ihn seines Geldes wegen ermordet.

Geologisch einmalig in Europa ist das Gebiet der Mühlsteinbrüche.

In der Kreidezeit vor 140 bis 65 Millionen Jahren entstand das Zittauer Gebirge in der Oberlausitz. Geologischen Seltenheiten aus Sandstein (z. B. Kleine und große Orgel) werden noch interessanter durch Basalt und Phonolith , welche vorhandene Spalten füllen  oder den Sandstein durchschlugen als Schlote.

Der Ortsrichter Hieronymus Richter und seine beiden Söhne entdeckten um 1560 das Gebiet und erkannten die  besondere Eignung des Jonsdorfer Sandsteins für Mühlsteine. Dieser Sandstein wurde ca.: 350 Jahre aus dem Gebirge gebrochen und bis Anfang des letzten Jahrhunderts, nämlich 1918 war dieser Steinbruch noch aktiv. Zeitweise arbeiteten 90 Menschen in diesem Steinbruch und die Mühlsteine wurden als deutsche Wertarbeit bis nach England und Russland versand. In den Fünfziger Jahren wurde dann von den Heimatfreunden aus den Mühlsteinbrüchen ein Lehrpfand, der gepflegt und ausgebaut wurde bis heute.

 

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